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Mit spitzer Feder - Haike Espenhain

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schwarze federn Schwarze Federn - Gedichte wie das Leben
heiter, boshaft und besinnlich

von Haike Espenhain
ISBN: 9-783837-017-380     - Neuauflage geplant
Taschenbuch, A5, 56 Seiten, 7,90€

"Schwarze Federn" ist ein kleiner Gedichtband, den man immer wieder gern in die Hand nehmen wird, um darin sich selbst (oder lieber den Nachbarn) zu entdecken. 
Mit spitzer Feder geschrieben, zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken, erzählen die Gedichte von den Freuden und Bosheiten des Lebens.
Sie handeln von alltäglichen Dingen, z.B. vom Autofahren, den schönen Künsten oder Gartenliebhabern.

Das ideale Geschenk für sich selbst und andere.

Inhalt:

Der Dichter
Der Komponist
Der Dirigent
Der Maler
Der Kunstfreund
Auch ein Osterspaziergang
Der Teich
Der Gärtner
Der Gärtner II.Teil
Die letzte Sonnenblume
Familienurlaub
Die Autofahrerin
Der Autofahrer
Der Parkplatz
Einkaufsbummel
Die Handtasche
Schuhe
Mode
Diät
Werbung
Melancholie
Kindererziehung
Weihnachtsfreude
Und Friede auf Erden

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Leseprobe:
Der Maler

Will man die hohen Künste loben
da rangiert doch sehr weit oben
die Kunst alleine nur mit Farben
des Menschen Auge zu erlaben.
Doch, nein, nicht nur des Menschen Aug allein,
es kann ja auch das Milchvieh sein,
das durch der Farben Kraft ganz unbewusst,
gibt Milch heraus im Überfluss.
Dass Farben unsern Sinn beleben,
gelegentlich auch können quälen,
daß schrieb der Professoren Schar
und somit ist es sicher wahr.
Wenn dann noch ein begabter Mann
mit dem Pinsel umgehn kann,
dass aus den Farben Formen fließen
kann man das nur noch genießen.
Da kannte ich mal einen Maler,
der wollte sich gern ein paar Taler
mit dieser schönen Kunst erringen,
doch wollte es nicht recht gelingen.
Wie er auch den Pinsel schwang,
sein neustes Bild ihm nicht gelang.
Er dreht es hin, er dreht es her,
am Ende stellte er es quer.
Er schaut es prüfend an und nickte,
den Pinsel in die Farbe tippte,
hier noch was rot, da etwas blau,
ja, hier erkenne ich ´ne Frau.
Und er mit seligem Bedacht
einen letzten Strich noch macht.
Er weiß, ist jetzt auch am Bilde Schluss
kommt noch der letzte End-Verdruss.
Jedes Bild braucht einen Namen,
viel wichtiger als einen Rahmen.
Aber diesem Meisterwerk,
welches nun noch hängt verkehrt,
einen Namen zu verleihen
kann den Maler nicht erfreuen.
Deshalb hat er dann erfunden
nach drei fürchterlichen Stunden,
einen Titel dessen Pracht,
dem Kunstfreund jetzt ins Auge lacht:
O.T.

©Haike Espenhain 2007
Die letzte Sonnenblume

Der Sommer geht, der Herbst erscheint,
das Blühen sich dem Ende neigt.
Hinten dort in meinem Garten,
wo Beete voller Unkraut warten,
steht wie zur Schöpfung edlen Ruhme
noch eine letzte Sonnenblume.
Naja, sie sah schon bess´re Tage
das ist wirklich keine Frage.
Der Wind, er nahm ihr jedes Blatt
und manches Vöglein aß sich satt.
Ein Körnlein war nun nur noch da,
ein kleiner Spatz rief laut:"Hurra,
es ist nicht viel, doch immerhin
steht mir danach jetzt der Sinn!"
Er flattert hin, er flattert her
und überlegt noch einmal quer,
wie er einfach, schnell und leicht
dieses Körnchen nun erreicht.
Denn auch ein Spatz, nicht nur die Meise
ist gelegentlich sehr weise,
schließlich nicht von ungefähr
war sein Herr Vater Ingenieur!
Während er rechnet und überlegt
wie er des Schnabels Hebel anlegt,
kommt ein andrer Spatz daher.
Diesem fiel es gar nicht schwer,
hat ihm flugs das Korn entrissen
und dabei auch noch gesch...
Hör ich jetzt den Leser klagen?
"So was darf man doch nicht sagen!"
Das seh ich ja auch durchaus ein,
doch wo bliebe sonst mein Reim?
Also um des Vogels Ringen
nochmals auf den Punkt zu bringen,
er schluckt eifrig und mit Wonne
in des Nachmittages Sonne
selig nun das Körnchen runter.
So ist das Leben halt mitunter.
Während der eine mit Bedacht
aus Mücken Elefanten macht
ein andrer im Vorübergehen
lässt Taten statt Gedanken sehen.

© Haike Espenhain 2007
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